{"id":166,"date":"2026-08-04T14:03:00","date_gmt":"2026-08-04T14:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aroew.de\/?p=166"},"modified":"2026-07-07T12:52:45","modified_gmt":"2026-07-07T12:52:45","slug":"bildung-im-wandel-was-eltern-und-lehrer-jetzt-wissen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aroew.de\/?p=166","title":{"rendered":"Bildung im Wandel: Was Eltern und Lehrer jetzt wissen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante2_unter_1MB-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-174\" srcset=\"https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante2_unter_1MB-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante2_unter_1MB-300x200.jpg 300w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante2_unter_1MB-768x512.jpg 768w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante2_unter_1MB.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildung im Wandel vollzieht sich heute rasanter denn je: ChatGPT erreichte eine Viertelmillion Nutzer in nur f\u00fcnf Tagen, das iPhone brauchte daf\u00fcr zwei Tage. Gleichzeitig sehen \u00fcber 77 % der Befragten den Lehrermangel als gravierendes Problem, w\u00e4hrend die Bildung im digitalen Wandel neue Kompetenzen verlangt. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche konkreten Herausforderungen auf Schulen zukommen, welche digitalen Kompetenzen jetzt wichtig sind und was Sie als Eltern und Lehrer praktisch tun k\u00f6nnen, um Kinder auf die digitale Zukunft vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum Bildung im digitalen Wandel steht<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen durch Digitalisierung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Digitalisierung pr\u00e4gt mittlerweile fast alle Lebensbereiche. Tats\u00e4chlich beschr\u00e4nkt sich die Verbreitung digitaler Innovationen l\u00e4ngst nicht mehr nur auf die Berufswelt. F\u00fcr sehr viele Menschen ist der private Alltag ohne Internet nicht mehr vorstellbar. Der digitale Wandel ver\u00e4ndert soziale Strukturen so grundlegend, dass immer h\u00e4ufiger von einer&nbsp;<strong>digitalen Gesellschaft<\/strong>&nbsp;die Rede ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese gesellschaftliche Transformation zeigt sich besonders deutlich auf dem Arbeitsmarkt. Die Digitalisierung ver\u00e4ndert die nachgefragten Qualifikationen und erforderlichen Kompetenzprofile rasant. Gleichzeitig entstehen vollkommen neue Berufe und Kompetenzprofile. Es wird ein zunehmender Bedarf an digitalen Skills in praktisch allen Bereichen sowie ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sbfi.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/Bwjs8e07Z3Ky\/bericht_digitalisierung_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zunehmender Bedarf an qualifizierten IKT-Fachkr\u00e4ften<\/a>&nbsp;festgestellt. F\u00fcr ein ressourcenarmes Land wie die Schweiz ist es daher von zentraler Bedeutung, die Potenziale der Digitalisierung bestm\u00f6glich zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medien- und Digitalkompetenzen sind im technologischen Wandel von zentraler Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um technische Fertigkeiten. Die Mediendidaktikerin Kerstin Mayrberger betont, dass diese Kompetenzen mehrere Aspekte umfassen: die F\u00e4higkeit, digitale Endger\u00e4te richtig zu nutzen, zwischen Anwendungen zu unterscheiden und sie zweckdienlich einzusetzen. Durch die Digitalisierung entwickeln sich diese Anforderungen fortlaufend weiter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen auf Schulen und Lernkultur<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schulen stehen vor gro\u00dfen Herausforderungen, wenn es darum geht, junge Menschen auf ihre zuk\u00fcnftige gesellschaftliche Teilhabe vorzubereiten. Der digitale Wandel erfordert und erm\u00f6glicht neue fachdidaktische Zug\u00e4nge in Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung. Insbesondere untersucht die Forschung, welche strukturellen Ver\u00e4nderungen im Bildungssystem mit dem digitalen Wandel einhergehen und wie Bildungsinstitutionen den neuen Chancen und Herausforderungen begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Medientheoretikerin Sybille Kr\u00e4mer bringt es auf den Punkt: &#8222;Medien \u00fcbertragen nicht einfach Botschaften, sondern entfalten eine Wirkkraft, welche die Modalit\u00e4ten unseres Denkens, Wahrnehmens, Erfahrens, Erinnerns und Kommunizierens pr\u00e4gt&#8220;. In diesem Zusammenhang geht es um die Wechselwirkung zwischen digitalen Technologien und unseren Vorstellungen, Wahrnehmungen, unserer Kommunikation und unseren Wissensformen. Die Einf\u00fchrung neuer Technik bringt immer auch einen strukturellen oder kulturellen Wandel mit sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem zeigt die Forschung, dass sich die Lernleistung nicht in jedem Fall verbessert, wenn digitale Medien eingesetzt werden. Der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bildung.digital\/digitale-lernkultur\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lernerfolg h\u00e4ngt aus Sicht der Lernenden nachweislich von drei Faktoren ab<\/a>: Sinnhaftigkeit, Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und Partizipation. Eine digitale Lernkultur hat das Potenzial, diese Bed\u00fcrfnisse zu unterst\u00fctzen. Es k\u00f6nnen Lernsettings geschaffen werden, in denen die Lernenden ihre Lernprozesse selbstorganisiert und individualisiert mitgestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tempo der technologischen Entwicklung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zukunft erscheint aufgrund der stetig steigenden Innovationsgeschwindigkeit und der raschen Anpassung an neue Entwicklungen immer weniger vorhersehbar. F\u00fcr das Bildungssystem bleibt immer weniger Zeit, auf Ver\u00e4nderungen oder Innovationen angemessen zu reagieren. Individuelle F\u00e4higkeiten und handlungsorientierte Kompetenzen werden daher in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildung muss Menschen in die Lage versetzen, st\u00e4ndig Neues aufzunehmen, zu analysieren und zu begreifen. Kreativit\u00e4t, das L\u00f6sen von Problemen, effektives Kommunizieren, Teamarbeit und die F\u00e4higkeit, Strategien zu entwickeln sowie Entscheidungen basierend auf den zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen zu treffen, sind dabei entscheidende Kernkompetenzen. Der Bedarf an diesen F\u00e4higkeiten wird konstant bleiben, auch wenn sich die Art der Arbeit mit der Technologie um uns herum weiterentwickelt und ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die drei S\u00e4ulen der digitalen Bildung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Bildungsbereich lassen sich drei unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung identifizieren: digitale Werkzeuge als Lehr- und Lernmittel, Digitalisierung als Fachgebiet sowie die gesellschaftliche Rolle der Schulen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Digitale Werkzeuge im Unterricht<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einsatz digitaler Medien gilt f\u00fcr einen lebensweltnahen und zeitgem\u00e4\u00dfen Unterricht als unabdingbar. Digitale Werkzeuge wie Lern-Apps k\u00f6nnen Lernprozesse vereinfachen und zur individuellen F\u00f6rderung beitragen. Ihr unterrichtlicher Einsatz f\u00f6rdert sowohl Fach- als auch Medienkompetenzen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass digitale Lernhilfen h\u00e4ufig sowohl in der Schule als auch zu Hause einsetzbar sind. Individuelles und kooperatives Lernen kann so zeit- und ortsunabh\u00e4ngig stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bandbreite an digitalen und h\u00e4ufig kostenfrei nutzbaren Werkzeugen ist riesig. Entsprechende Angebote gibt es f\u00fcr nahezu alle Schulformen und F\u00e4cher. Schweizer Schulen kaufen aktuell v\u00f6llig unkoordiniert f\u00fcr&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ch-open.ch\/en\/chancen-und-herausforderungen-der-digitalisierung-im-bildungsbereich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zigmillionen Franken<\/a>&nbsp;unterschiedlichste Hardwareausstattungen ein: W\u00e4hrend die einen Bildungseinrichtungen ganz auf Laptops und Desktop-Computer setzen, beschaffen andere Schulen bewusst Tablets. Es scheint sich somit kein klarer Trend bez\u00fcglich der Endger\u00e4teausstattung an den Schulen gebildet zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei bietet sich das Anlegen einer Sammlung digitaler Werkzeuge an, in der kontinuierlich Apps und Tools eingepflegt werden. Um digitale Werkzeugsammlungen auch bundesland\u00fcbergreifend zug\u00e4nglich zu machen, bietet sich die Einordnung der zu erreichenden Medienkompetenzen nach der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt an. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen sich bis zum Ende ihrer Pflichtschulzeit einen umfangreichen Katalog digitaler Kompetenzen erarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Digitalisierung als Fachgebiet<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Perspektivenwechsel von der Digitalisierung als Werkzeug zum Aspekt des Fachgebiets ist flie\u00dfend. Einerseits werden digitale F\u00e4higkeiten ben\u00f6tigt, um die beschriebenen Werkzeuge bedienen zu k\u00f6nnen. Andererseits umfassen diese Kompetenzen auch Fachwissen rund um die Informatik und Digitalisierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Modul Medien und Informatik des&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ch-open.ch\/en\/chancen-und-herausforderungen-der-digitalisierung-im-bildungsbereich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lehrplans 21<\/a>&nbsp;wird explizit verlangt, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler selbst\u00e4ndig Programme anwenden und auch selbst solche entwickeln k\u00f6nnen. Programmierkenntnisse werden als F\u00e4higkeiten erkannt, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis und die Mitgestaltung der digitalen Welt entscheidend sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben Vermittlung der technischen F\u00e4higkeiten sollten die Schulen auch die Auswirkungen der Digitalisierung thematisieren. Neben den viel diskutierten Chancen und Risiken von Social Media sollten auch die \u00f6kologischen und sozialen Aspekte der Informatiknutzung behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesellschaftliche Rolle von Schulen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim dritten Wirkungsfeld handelt es sich um die gesellschaftliche Rolle der Schulen. Der Bildungsbereich nutzt nicht nur die Tools der Digitalisierung und vermittelt nicht blo\u00df die fachlichen Inhalte, sondern hat auch eine aktive, normative Funktion innerhalb der Gesellschaft inne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bildungssektor gestaltet den Umgang mit Wissen, bestimmt, wie dieses geschaffen wird und ob dieses Wissen geteilt oder geheim gehalten wird. Schulen haben damit eine Vorbildfunktion und pr\u00e4gen die kommenden Generationen, wie sie mit dem digitalen Wissen umgehen werden. Die Wikimedia-Foundation erm\u00f6glicht das kollektive Erarbeiten von Inhalten, indem sie unter anderem Wikipedia betreibt. Schulen k\u00f6nnen diese internationale, ehrenamtlich t\u00e4tige Wissensvernetzung unterst\u00fctzen, indem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anlernen, selber neue Artikel zu verfassen. Das Prinzip der digitalen Nachhaltigkeit kann auch im Geografieunterricht angewendet werden, wenn mit der weltweiten Open-Geodaten-Plattform OpenStreetMap gearbeitet wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Kompetenzen f\u00fcr das digitale Zeitalter<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von Wissensvermittlung zu Handlungskompetenzen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kompetenzen sind mehr als nur Wissen. Sie beinhalten Fertigkeiten sowie Werte und Einstellungen. Kompetenzorientierte Lehre bleibt nicht bei Wissensvermittlung stehen, sondern erm\u00f6glicht immer auch die Anwendung von Wissen und Reflexion dar\u00fcber. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, welche Lerninhalte vermittelt werden, sondern welche Lernergebnisse die Studierenden erreichen sollen. Dieser Perspektivenwechsel von den zu vermittelnden Inhalten zu den zu erreichenden Kompetenzen ist wesentlich, um Lernen und Kompetenzentwicklung tats\u00e4chlich zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Future Skills sind F\u00e4higkeiten, mit denen die immer komplexeren Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren klassische \u00fcberfachliche Kompetenzen sowie digitale Kompetenzen. Diese sind der Schl\u00fcssel f\u00fcr langfristigen Erfolg am Arbeitsmarkt und grundlegend, um die digitale Gesellschaft aktiv mitzugestalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritisches Denken und Probleml\u00f6sung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen zeigen deutlichen Handlungsbedarf:&nbsp;<a href=\"https:\/\/deutsches-schulportal.de\/unterricht\/medienkompetenz-in-der-schule-was-gehoert-dazu-welche-konzepte-gibt-es\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">40 Prozent der Achtkl\u00e4sslerinnen und Achtkl\u00e4ssler<\/a>&nbsp;erreichen nur rudiment\u00e4re digitale Kompetenzen. Insbesondere bei der Suche nach gesicherten Informationen im Internet sind viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcberfordert. Eine Sonderauswertung der PISA-Studie 2022 zeigt, dass sich 69 Prozent der 15-J\u00e4hrigen kompetent f\u00fchlen, wenn sie Informationen im Internet finden wollen. Allerdings f\u00fchlen sich nur 47 Prozent in der Lage, die Qualit\u00e4t der gefundenen Informationen fundiert zu beurteilen. Zudem vergleichen 60 Prozent der Jugendlichen verschiedene Quellen, im OECD-Durchschnitt trifft dies auf 72 Prozent zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sogenannte 4K-Modell beschreibt vier F\u00e4higkeiten, die f\u00fcr Lernende besonders bedeutsam sind:&nbsp;<strong>Kommunikation, Kollaboration, Kritisches Denken und Kreativit\u00e4t<\/strong>. Kritisches Denken erm\u00f6glicht es Individuen, Informationen zu bewerten, fundierte Entscheidungen zu treffen, Probleme zu l\u00f6sen und innovativ zu denken. Es beinhaltet das Hinterfragen von Annahmen, das Analysieren von Argumenten und die F\u00e4higkeit, unterschiedliche Perspektiven zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Digitale Grundbildung und Medienkompetenz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medienkompetenz setzt sich aus vier Dimensionen zusammen: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Sie \u00e4u\u00dfert sich an drei Verhaltensweisen: Zugang und Nutzung, Verstehen und Bewerten sowie Gestaltung und Kommunikation. Die Kultusministerkonferenz fordert Kompetenzen in sechs Bereichen: Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren, Kommunizieren und Kooperieren, Produzieren und Pr\u00e4sentieren, Sch\u00fctzen und sicher Agieren, Probleml\u00f6sen und Handeln sowie Analysieren und Reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/deutsches-schulportal.de\/unterricht\/medienkompetenz-in-der-schule-was-gehoert-dazu-welche-konzepte-gibt-es\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mehr als 80 Prozent der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/a>&nbsp;w\u00fcnschen sich, dass die Schule sie im Umgang mit Social Media unterst\u00fctzt. Dar\u00fcber hinaus geben 47 Prozent zu, dass ihre Nutzungsdauer zu hoch ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Programmieren als Kulturtechnik<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Code zu verstehen wird zu einer wichtigen Kulturtechnik. Stephan Noller betont, dass wir von Code umgeben sind. Algorithmen filtern die Nachrichten, die wir zu Gesicht bekommen. Schulen m\u00fcsse jene Souver\u00e4nit\u00e4t im Umgang mit Technologien vermittelt werden, wie sie in der Hacker- und Maker-Kultur vorgelebt werde. Gesche Joost ist \u00fcberzeugt, dass Programmieren genauso eine Kulturtechnik ist wie Lesen und Schreiben. Allerdings geht es nicht nur ums Programmieren. Ludger Humbert erkl\u00e4rt, dass Programmieren ein Werkzeug ist, um der Modellierung eines informatischen Systems Ausdruck zu verleihen. Informatik l\u00f6st auf einer wissenschaftlichen Basis Probleme und zeigt auch auf, welche Probleme nicht l\u00f6sbar sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_unter_1MB-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-175\" srcset=\"https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_unter_1MB-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_unter_1MB-300x200.jpg 300w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_unter_1MB-768x512.jpg 768w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_unter_1MB.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Praktische Herausforderungen im Schulalltag<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technische Infrastruktur und Ausstattung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schweizer Schulen kaufen aktuell v\u00f6llig unkoordiniert f\u00fcr Zigmillionen Franken unterschiedlichste Hardwareausstattungen ein. W\u00e4hrend die einen Bildungseinrichtungen ganz auf Laptops und Desktop-Computer setzen, beschaffen andere Schulen bewusst Tablets. Weitere Schulen wenden Lernsticks an, bei dem alle einen USB-Stick mit Linux und Bildungsanwendungen erhalten. Es scheint sich kein klarer Trend bez\u00fcglich der Endger\u00e4teausstattung gebildet zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst Educa, die Fachagentur f\u00fcr den digitalen Bildungsraum, \u00e4u\u00dfert sich nicht zur Frage der Hardwarewahl. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Immer noch sehen 50 Prozent der Lehrkr\u00e4fte gro\u00dfen Verbesserungsbedarf bei der technischen Ausstattung. An Schulen in benachteiligten Lagen liegt dieser Wert bei 61 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Software und Lernplattformen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ausma\u00df von E-Learning-Angeboten hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. In den letzten Jahren hat sich unter dem Begriff Educational Technology eine aufstrebende Branche von informatiknahen Start-ups gebildet, die innovative Digitalanwendungen im Bildungsbereich anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie haben die Kultusministerien f\u00fcr alle Schulen kostenfreie Bildungsplattformen eingerichtet. Dabei handelt es sich teils um reine Sammlungen von Unterrichtsmaterial, um Cloud-Dienste, um Software zur Schulverwaltung, h\u00e4ufig aber auch um umfangreiche Lernmanagementsysteme. Baden-W\u00fcrttemberg stellt Schulen das Lernmanagementsystem Moodle kostenfrei zur Verf\u00fcgung, Bayern nutzt mebis, Berlin den Lernraum Berlin.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lehrerfortbildung und digitale Kompetenz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Weiterentwicklung der digitalen Kompetenzen von Lehrpersonen in fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und mediendidaktischer Hinsicht steht im Mittelpunkt. Lehrpersonen und Schulleitungen soll ein m\u00f6glichst personalisiertes, bedarfsgerechtes, flexibles und dynamisches Weiterbildungsangebot bereitgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Angebote zielen darauf ab, fachliche und methodische Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien zu gewinnen und diese lernwirksam in den Unterricht zu integrieren. Allerdings f\u00fchlen sich nur 51 Prozent der Lehrkr\u00e4fte auf diese Aufgabe vorbereitet, obwohl sich 69 Prozent als kompetent einsch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Datenschutz und Sicherheit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Datenschutz spielt in der digitalen Welt eine entscheidende Rolle. Bevor Lehrkr\u00e4fte eine App im Unterricht nutzen, m\u00fcssen sie sichergehen, dass sie damit datenschutzkonform arbeiten. Das l\u00e4sst sich allerdings oft gar nicht auf den ersten Blick erkennen. Viele Lehrkr\u00e4fte f\u00fchlen sich bei Fragen zum Datenschutz alleingelassen und fordern verbindliche Vorgaben von den Schulverwaltungen und Datenschutzbeh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was Eltern und Lehrer jetzt tun k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rolle der Eltern in der digitalen Bildung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer fordert in einem Positionspapier&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/handykurse-fuer-eltern-digital-sucht-bei-schuelern-lehrer-fordern-kurse-fuer-eltern\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">obligatorische Kurse f\u00fcr Eltern<\/a>&nbsp;von Kindern an der Volksschule. Die Forderung mag auf den ersten Blick provokativ wirken, doch der Hintergrund ist klar: Praktisch alle Jugendlichen in der Schweiz ab 12 Jahren besitzen ein Handy und nutzen soziale Medien. Die Begleitung durch Eltern ist dabei zentral, denn Medienkompetenz beginnt nicht mit der eigenen Nutzung, sondern durch die Erfahrung der Vorbilder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kinder beobachten genau, wie Erwachsene mit Smartphone und Computer umgehen. Sind Eltern viel am Smartphone, wird dem Ger\u00e4t schnell eine hohe Wichtigkeit zugeschrieben. Die Vorbildrolle bietet jedoch eine Chance: Eltern k\u00f6nnen ihren Kindern vorleben, dass man sich nicht durch das Handy st\u00e4ndig ablenken l\u00e4sst. Gleichzeitig sollten Vorschul- und Kindergartenkinder bei der Mediennutzung begleitet werden, um Fragen direkt zu beantworten und digitale Erlebnisse gemeinsam zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Einschr\u00e4nkung von Inhalten und Nutzungsdauer liegt in der Verantwortung der Erwachsenen. Dabei helfen klare Regeln, die idealerweise gemeinsam mit dem Kind aufgestellt werden. Die Unterst\u00fctzung kann je nach Verhalten und Lernf\u00e4higkeit des Kindes nach und nach reduziert werden. Kinder von digitalen Medien fernzuhalten ist weder sinnvoll noch realistisch. Stattdessen geht es darum, ihnen einen verantwortungsbewussten Umgang vorzuleben und altersgerechte Inhalte zu w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung durch Lehrkr\u00e4fte<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.news4teachers.de\/2025\/06\/digitale-bildung-mehr-unterstuetzung-fuer-lehrkraefte-im-digitalen-wandel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fast 80 Prozent der Lehrkr\u00e4fte<\/a>&nbsp;bef\u00fcrworten verpflichtende Schulungen zu digitalen Themen. Allerdings fehlt es vielerorts an strukturierten, qualit\u00e4tsgesicherten Weiterbildungsangeboten. Die PH Z\u00fcrich unterst\u00fctzt Lehrpersonen dabei, sich mit den M\u00f6glichkeiten und der Tragweite des digitalen Wandels auseinanderzusetzen, und stellt vielf\u00e4ltige, praxisnahe Lehrmittel zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, m\u00fcssen Lehrkr\u00e4fte selbst in Studium und Weiterbildung einen kritisch-reflexiven Umgang mit digitalen Medien erfahren. Externe Bildungsdienstleister k\u00f6nnen konkrete Hilfe leisten, indem sie nicht nur technische Anwendungen, sondern auch medienp\u00e4dagogische Fragen behandeln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsame Kommunikation und Austausch<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Seiten w\u00fcnschen sich eine transparente, offene und objektive Kommunikation. F\u00fcr Eltern ist dabei wichtig zu verstehen, dass in einem Klassenraum mehr als nur das eigene Kind sitzt. Je konkreter eine Situation angesprochen wird, desto schneller k\u00f6nnen Missverst\u00e4ndnisse aus dem Weg ger\u00e4umt werden. Lehrkr\u00e4fte sollten klar kommunizieren, wie und wann sie erreichbar sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zeitgem\u00e4sse Bildungsr\u00e4ume schaffen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gestaltung des Lernumfelds kann f\u00f6rdernde, aber auch hindernde Auswirkungen auf das Lernen haben. Schulen, die individualisiertes und digitales Lernen verankern wollen, sto\u00dfen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auf die Frage der Raum- und Fl\u00e4chennutzung. Flexible Elemente in Architektur und Design erm\u00f6glichen sowohl kooperatives als auch individuelles Lernen und f\u00f6rdern damit probleml\u00f6sendes und kreatives Denken. Entsprechend sollten P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen in Umstrukturierungsprozesse eingebunden werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante3_unter_1MB-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-176\" srcset=\"https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante3_unter_1MB-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante3_unter_1MB-300x200.jpg 300w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante3_unter_1MB-768x512.jpg 768w, https:\/\/aroew.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bildung_im_Wandel_Variante3_unter_1MB.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der digitale Wandel im Bildungsbereich erfordert ein gemeinsames Handeln von Eltern, Lehrkr\u00e4ften und Schulen. Wir haben gesehen, dass es dabei nicht nur um technische Ausstattung geht, sondern vor allem um neue Kompetenzen wie kritisches Denken, Medienkompetenz und Probleml\u00f6sung. Gleichzeitig brauchen Lehrkr\u00e4fte strukturierte Weiterbildungen und Eltern m\u00fcssen ihre Vorbildfunktion aktiv wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztendlich gelingt die digitale Bildung nur durch offene Kommunikation und gegenseitiges Verst\u00e4ndnis. Beginnen Sie jetzt damit, klare Regeln f\u00fcr die Mediennutzung aufzustellen und nutzen Sie verf\u00fcgbare Ressourcen f\u00fcr den kompetenten Umgang mit digitalen Werkzeugen. Dabei sollten Sie immer im Blick behalten, dass Kinder nicht nur Konsumenten, sondern aktive Gestalter der digitalen Welt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FAQs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q1. Welche digitalen Kompetenzen sind f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler heute besonders wichtig?<\/strong>&nbsp;Neben technischen Fertigkeiten sind vor allem die sogenannten 4K-Kompetenzen entscheidend: Kommunikation, Kollaboration, Kritisches Denken und Kreativit\u00e4t. Dazu geh\u00f6rt die F\u00e4higkeit, Informationen im Internet zu finden und deren Qualit\u00e4t zu beurteilen, digitale Werkzeuge sinnvoll einzusetzen sowie Medieninhalte zu verstehen, zu bewerten und selbst zu gestalten. Auch Grundkenntnisse im Programmieren werden zunehmend als wichtige Kulturtechnik angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q2. Wie k\u00f6nnen Eltern ihre Kinder beim Umgang mit digitalen Medien unterst\u00fctzen?<\/strong>&nbsp;Eltern sollten eine aktive Vorbildfunktion einnehmen und selbst einen bewussten Umgang mit Smartphone und Computer vorleben. Wichtig ist die gemeinsame Mediennutzung, besonders bei j\u00fcngeren Kindern, um Fragen direkt beantworten zu k\u00f6nnen. Klare Regeln zur Nutzungsdauer und zu Inhalten sollten idealerweise gemeinsam mit dem Kind aufgestellt werden. Kinder komplett von digitalen Medien fernzuhalten ist weder sinnvoll noch realistisch \u2013 es geht vielmehr um einen verantwortungsbewussten Umgang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q3. Vor welchen praktischen Herausforderungen stehen Schulen bei der Digitalisierung?<\/strong>&nbsp;Schulen k\u00e4mpfen mit uneinheitlicher technischer Ausstattung, da es keinen klaren Trend bei der Wahl von Endger\u00e4ten gibt. Etwa 50 Prozent der Lehrkr\u00e4fte sehen gro\u00dfen Verbesserungsbedarf bei der technischen Infrastruktur. Hinzu kommen Unsicherheiten beim Datenschutz, wobei sich viele Lehrkr\u00e4fte bei der rechtssicheren Nutzung von Apps alleingelassen f\u00fchlen. Zudem fehlt es oft an strukturierten Weiterbildungsangeboten, obwohl fast 80 Prozent der Lehrkr\u00e4fte verpflichtende Schulungen zu digitalen Themen bef\u00fcrworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q4. Warum reicht reine Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter nicht mehr aus?<\/strong>&nbsp;Die rasante technologische Entwicklung macht es unm\u00f6glich, alle zuk\u00fcnftigen Anforderungen vorherzusehen. Deshalb sind Handlungskompetenzen wichtiger als reines Faktenwissen. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler m\u00fcssen lernen, st\u00e4ndig Neues aufzunehmen, zu analysieren und anzuwenden. Kreativit\u00e4t, Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeit, effektive Kommunikation und die F\u00e4higkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen, bleiben auch bei sich ver\u00e4ndernden Technologien konstant wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Q5. Welche Rolle spielen Schulen in der digitalen Gesellschaft \u00fcber den Unterricht hinaus?<\/strong>&nbsp;Schulen haben eine aktive gesellschaftliche Funktion und pr\u00e4gen, wie kommende Generationen mit digitalem Wissen umgehen. Sie bestimmen mit, wie Wissen geschaffen, geteilt oder geheim gehalten wird, und haben damit eine wichtige Vorbildfunktion. Schulen k\u00f6nnen beispielsweise digitale Nachhaltigkeit f\u00f6rdern, indem sie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anleiten, an kollaborativen Projekten wie Wikipedia oder OpenStreetMap mitzuwirken und so die Prinzipien des offenen Wissensaustauschs zu vermitteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildung im Wandel vollzieht sich heute rasanter denn je: ChatGPT erreichte eine Viertelmillion Nutzer in nur f\u00fcnf Tagen, das iPhone brauchte daf\u00fcr zwei Tage. 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